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Die Atomisierung  einer Branche
FRISEURHANDWERK; Viele selbstständige Einzelkämpfer  lassen die Gewinnmargen für Salons mit mehreren Mitarbeitern  immer kleiner werden

Ein durchschnittlicher Friseurbetrieb hat drei bis vier Mitarbeiter. Das ist aber eine rein statistische Größe, weil es mittler¬weile einige ganz große Filialisten und viele ganz kleine Unternehmen gibt. Hatten die Verbandsfunktionäre vor 20 Jahren noch Angst, dass sich die Branche vollends in Richtung Friseurketten verschiebt, so geht heute das Gespenst der Atomisierung um. „Belgische Verhältnisse" nennt Joachim M. Weckel, Justiziar des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, die Entwick¬lung hin zu immer mehr Kleinstbetrieben.
Während in den Handwerksrollen bun¬desweit 80.000 Betriebe eingetragen sind, weist die Handwerkszählung des Statisti¬schen Bundesamtes nur etwa 52.000 aus, weil Betriebe mit weniger als 17.500 Euro Umsatz pro Jahr dort nicht erfasst werden. Und in gar keiner Statistik tauchen die „Unternehmen" auf, die als Reisegewerbe geführt werden, für das man weder eine Meisterprüfung noch einen Eintrag in die Handwerksrolle braucht - nur eine Reise¬gewerbekarte für 25 Euro. Ihre Zahl schätzt die Handwerksorganisation auf 80.000.
Kein Wunder also, dass man in den Fri-seurverbänden von einer „dramatischen Entwicklung" spricht. Denn gerade diese Betriebe bleiben oft bewusst unter einem Jahresumsatz von 17.500 Euro, damit sie nicht umsatzsteuerpflichtig werden. Da¬durch haben sie gegenüber Betrieben mit Lehrlingen und Beschäftigten einen deutli¬chen Wettbewerbsvorteil. Sie haben weni¬ger Kosten und können niedrigere Preise in Rechnung stellen. Besonders Friseurketten versuchen, mit Kampfpreisen dagegenzu¬halten, indem sie die Löhne drücken und eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang setzen, die das Problem nur verschärft. Wenn man als angestellte Friseurin zu wenig verdient, um den eigenen Lebens¬unterhalt zu bestreiten, noch dazu bei fa¬milienunfreundlichen Arbeitszeiten, dann kommt man leicht auf die Idee, lieber auf eigene Rechnung zu schuften.

Der Fachverband Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg hat jüngst die neue Landesregierung zu einer „handwerkssen¬siblen Politik" aufgerufen. „Wir halten all¬gemein verbindlich erklärte Tarifverträge in den Gewerken für den besseren Weg", so der stellvertretende Landesvorsitzende Die¬ter Laible. Der gesetzliche Mindestlohn sei nicht einmal ein zweitklassiger Ersatz.
Die Arbeitsämter ermuntern freigesetzte Friseure gerne zum Schritt in die Selbstständigkeit, und der Gesetzgeber fördert ihre Existenzgründungen im ersten Jahr mit 600 Euro pro Monat, im zweiten mit 350 und im dritten mit 250 Euro. Zumin¬dest im ersten Jahr beträgt die Förderung also sogar etwas mehr als die Vergütung im dritten Lehrjahr, und die Differenz zur ersten Verdienststufe im Friseurhandwerk schafft man mit ein paar Kunden locker. Denn viele, die sich so gezwungenermaßen selbstständig machen, sind die Leidtragen¬den einer Branche, die noch immer über den Bedarf hinaus ausbildet und so in Kauf nimmt, dass die preiswerten Arbeitsbienen aus dem dritten Lehrjahr ohne Chance auf Übernahme zu Konkurrentinnen werden. Aus Dumpinglöhnen werden Dumping¬preise der Kleinunternehmerinnen.
So schließt sich ein Teufelskreis. Eigene Mitarbeiter wollen und können die Mini¬ unternehmer nicht einstellen, weil sie es nicht gelernt haben, andere zu führen, und - je länger sie Einzelkämpfer waren - Auf¬gaben nicht delegieren können. Sofern sie ausbilden dürfen, fehlt ihnen für die Anlei¬tung eines Lehrlings die Zeit. Solche Unter¬nehmen werden niemals wachsen. Zurück ins Angestelltenverhältnis geht es auch nicht mehr. Denn nach ein paar Friseur-jahren, die sie zwar arm, aber unabhängig verbracht haben, können diese Friseure sich nicht mehr unterordnen und in ein „von oben" vorgegebenes Zeitkorsett fu¬gen. Was bleibt, ist dann meistens das voll¬ständige Abtauchen - von der Grauzone in die Schwarzarbeit. BF
Quelle: Deutsches Hanwerksblatt Nr.1/2, 20. Januar 2012

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